U18 - Playoff Hauptprobe ziemlich missglückt
Die U18 gewinnt am Sonntag ihr letztes Qualispiel äusserst knapp und ohne zu überzeugen mit 7:6. In den Playoffs treffen die Jungskorpione auf den SHC Grenchen, erstmals am 21. März um 10:30 Uhr in Grenchen.
Die für die Gürbetaler wichtigste Entscheidung des vergangenen Wochenendes fiel nicht in
Horgen, sondern etwa 80 km weiter westlich am Jura Südfuss in Bettlach. Dort trafen die
Solothurner auf die Oberwil Rebells. Der Ausgang dieser Partie war entscheidend dafür,
gegen wen die Belper in den Playoffs antreten mussten. Nun, die beiden Teams machten es
spannend und gingen zuerst in die Verlängerung und dann ins Penaltyschiessen, wo sich die
Innerschweizer durchsetzten. Damit war klar, die Skorpione würden im Viertelfinal auf die
Wale treffen. Da die Partie im Kanton Solothurn am Vormittag gespielt wurde, die Berner
aber erst am Nachmittag auf Horgen trafen, hatte diese Partie für das Schlussklassement
keinerlei Bedeutung mehr. Trotzdem, es war das letzte Spiel vor den Playoffs und nach dem
Intermezzo Romande mussten die Gürbetaler unter Beweis stellen, dass sie rasch wieder
auf einen bedeutend stärkeren Gegner fokussieren können. Nun, diesen Beweis blieben die
Belper am letzten Sonntagnachmittag schuldig.
Die Absenzenliste der Berner war recht lang. Es fehlten Luan Freiburghaus, Marco
Grossenbacher, Joshua Jordi, Moritz Schär, Levi Steck und Lino Weiss.
Am vergangenen Wochenende kehrte der Winter zu einer – hoffentlich letzten – Stippvisite
zurück. Auf den Hügelketten, die den Zürichsee einrahmen, lag Schnee. Ein kleiner
Schneehaufen beim Ende der Spielerbank legte die Vermutung nahe, dass am Vormittag
wohl auch in Horgen selbst etwas von dem im März in tiefen Lagen nicht mehr unbedingt
erwünschten weissen Zeugs lag.
Für die Gürbetaler war die Partie im Züribiet die Hauptprobe für die Playoffs. Das schnelle
offensive Passspiel sollte forciert, das Forechecking perfektioniert und die Defensivarbeit
optimiert werden. Und ganz zu Beginn der Partie sah es so aus, als würden die Pläne der
Gäste aufgehen. Nach knapp zehn Sekunden erzwangen die Berner ein Offensivbully. Die
Hammers standen unter Druck. Doch das erwies sich lediglich als Momentaufnahme, als
eine kurzlebige Fata Morgana hoch über dem Zürisee. Nach spätestens einer Minute zeigte
sich, dass die Skorpione gedanklich noch in den Spielen gegen Martigny und La Chaux-de-
Fonds waren. Sie agierten nonchalant und ohne den letzten Einsatz. Die Platzherren
nahmen diese vornehme Belper Zurückhaltung dankend an und gingen in der dritten
Spielminute durch Tobia Leuthold mit 1:0 in Führung. Die Hintermannschaft der Gürbetaler
sah dabei ziemlich alt aus. Die Berner, allen voran die Paradelinie mit Levy Greven, Micha
Steck und Jon Bucher, suchten sofort den Ausgleich. Sie kamen dabei mehrfach gefährlich
vor das Tor der Platzherren. Aber sobald ein Zürcher den Ball erobert hatte, wirkten die
Berner seltsam träge. Die Flügel der Hammers wurden meist nur ungenügend gedeckt; in
vielen Fällen traf der Begriff «aus der Ferne beobachtet» perfekt auf das Verhalten der
Gästespieler zu. Dies ermöglichte es den Horgenern immer wieder, ihre schnellen
Gegenstösse vorzutragen und mehrfach gefährlich vor Luca Schmid aufzutauchen. Der liess
jedoch vorläufig keinen weiteren Gegentreffer zu. War ein Angriff der Platzherren einmal
gescheitert, zogen sie sich auf die blaue Linie zurück und machten die Räume eng. Die
Gürbetaler Stürmer liefen, wie einer solchen Aufstellung zwingend nötig, nicht in die eigene
Zone zurück, um den Ball zu holen und Lücken in die Zürcher Abwehrkette zu reissen,
sondern warteten auf die pinke Kugel, die dann meist den Weg gar nicht bis zu ihnen fand.
Es war schliesslich Levy Greven, der in der siebten Spielminute den Ausgleichstreffer
erzielte. Eine knappe Minute später traf Levy Greven auf Zuspiel von Joey Kreienbühl zur
erstmaligen Belper Führung. Wer gehofft, hatte, die Berner würden nun ihre Trägheit ablegen
sah sich getäuscht. Die Gürbetaler waren nicht in der Lage, ihre Spielweise zu ändern. Die
Platzherren konnten erneut von grossen Löchern in der Belper Abwehr und von eher
langsam zurücklaufenden Gästespielern profitieren. In der 10. Spielminute glich Jul Leuthold
die Partie aus und in der 12. Spielminute brachte Luc Perino seine Farben erneut in
Führung. Dass die Führung der Hammers zu diesem Zeitpunkt nicht höher ausfiel, lag primär
am Belper Torhüter Schmid. In der 13. Spielminute wies der Zürcher Block an der blauen
Linie für einmal eine klaffende Lücke auf. Tobias Zoss erspähte diese und lancierte mit einem
langen Ball Steck der in den freien Raum lief, den Ball annahm und Dylan Muntwiler im Tor
der Hammers zum erneuten Ausgleich bezwang. Kurz vor der Pause brachte Steck auf
Zuspiel von Kreienbühl die Gürbetaler sogar in Führung. Mit diesem aus Belper Sicht recht
schmeichelhaften Vorsprung gingen die beiden Teams in die erste Pause.
Zu Beginn des Mittelabschnitts dasselbe Bild. Die Belper bleiben vor allem defensiv weit
hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Folge war der erneute Ausgleich durch Perino in der
17. Spielminute. In der 24. Spielminute musste Niklas Bosshard nach einer unübersichtlichen
Situation für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Gelegenheit für die Hammers, erneut in
Führung zu gehen. Die Überzahlformation der Platzherren erwies sich als eher ungefährlich.
Die Belper Box konnte einen weiteren Treffer problemlos verhindern. Ja, es sollte noch
besser kommen. Kaum waren die Gürbetaler wieder komplett, fing Levy Greven an der
eigenen blauen Linie einen Querpass der Zürcher ab, zog übers ganze Feld und bezwang
Muntwiler zur erneuten Belper Führung. In der 30. Spielminute zeigte sich dann, dass auch
die Abwehr der Zürcher alles andere als sattelfest war. Die Skorpione hatten sich in der
Angriffszone festgesetzt. Levy Greven bedient den ungenügend gedeckten Steck der sofort
schoss. Der Ball prallte von Muntwiler an den Schuh von Jon Bucher und von dort zum 6:4
ins Tor der Zürcher. Alles in allem war das Belper Spiel im Mittelabschnitt etwas stärker als
im Startabschnitt, die Führung war aber weiterhin glücklich.
Das dritte Drittel war nur wenige Sekunden alt, als Steck ein Anspiel in der Offensivzone
gewann und den Ball auf Levy Greven zurücklegte. Dieser fackelte nicht lange und schoss
die Berner mit 7:4 in Führung. War das die Entscheidung? Nein, denn die Belper leisteten
sich weiterhin zu viele Fehler. Ein solcher ermöglichte es Tim Hrnek in der 32. Spielminute
die Platzherren wieder auf zwei Tore heranzubringen. Mit zunehmender Dauer wurde die
Partie nun ruppiger. Die Zürcher versuchten die Berner zu Strafen zu provozieren, was ihnen
nicht gelang. Im Gegenteil, in der 39. Spielminute musste Tero Loretz auf der Strafbank Platz
nehmen. Das Überzahlspiel der Gäste war wie der ganze Auftritt des Teams an diesem Tag,
harzig. Ein weiterer Belper-Treffer, der wohl die Partie entschieden hätte, fiel nicht. In der 43.
Spielminute ersetzten die Hammers Muntwiler durch einen sechsten Feldspieler. Vorerst
brachte diese Massnahme den Zürchern aber keinen zählbaren Erfolg. Dies änderte sich in
der 45. Spielminute. Ein Schuss von Cyrill Andermatt flog am Tor vorbei, prallte an der Bande
hinter Schmid ab und kam auf der anderen Seite des Belper Gehäuses wieder zum
Vorschein. Da die Gürbetaler zu sehr auf den Schützen fokussiert waren, reagierte Vincent
Allouche am schnellsten und erzielte nach 44:16 den Anschlusstreffer. Dabei blieb es. Die
Skorpione behaupteten den knappen Sieg in den letzten Sekunden ohne nennenswerte
Zwischenfälle.
Der Auftritt im Kanton Zürich zählt sicher nicht zu den Glanzlichtern der Gürbetaler in der
Saison 2025/26. Abgesehen von den drei Punkten gibt es wenig Positives von dieser Playoff-
Hauptprobe zu berichten. Immerhin, die Berner dürften jetzt wissen, dass es eine deutliche
Leistungssteigerung braucht, um die Viertelfinals zu überstehen.
Mit dem Spiel in Horgen endete die Qualifikation der diesjährigen U18 Meisterschaft. Es war
eine der spannendsten und ausgeglichensten Meisterschaften seit Jahren. Nicht weniger als
sechs Teams waren praktisch gleich stark. Zwar liegt Bonstetten neun Punkte vor den
zweitplatzierten Bulldozern, aber so viel stärker waren die Säuliämtler nicht. Rang zwei und
Rang fünf, auf dem die Skorpione liegen, trennen lediglich drei Punkte. Neun Punkte
dahinter liegt der SHC Bettlach. Wobei für die Solothurner dasselbe gilt wie für Bonstetten,
der Abstand ist zu gross und widerspiegelt die Realität nicht. Die Hammers auf Rang sieben
haben sich im Verlauf der Saison deutlich gesteigert. Mit ihnen wird nächstes Jahr auf den
vorderen Plätzen zu rechnen sein.
Für Hochspannung in den Playoffs ist also gesorgt. Nun gut, wahrscheinlich nicht in der
Serie zwischen Bonstetten und Martigny, auch bei den Bulldozers gegen die Hammers
scheint alles klar zu sein. Hingegen ist die Serie zwischen Oberwil und Bettlach völlig offen.
Dies zeigt auch das Resultat der Partie vom vergangenen Sonntag.
Die Skorpione treffen im ältesten Derby, das es im Schweizer Streethockey gibt, auf die
Wale. Auch diese Serie dürfte von der ersten bis zur letzten Minute spannend sein. Die erste
Partie finden am kommenden Samstag, dem 21. März um 10:30 in Grenchen statt, die
zweite am Tag darauf, am Sonntag, dem 22. März um 10:30 in Belp. Gleich anschliessend,
um 14:00 Uhr, wird das Fanionteam der Gürbetaler sein zweites Playoff-Viertelfinalspiel
gegen die Rebells bestreiten. Für grossartigen Sport ist am kommenden Sonntag in Belp
also gesorgt.
Horgen, sondern etwa 80 km weiter westlich am Jura Südfuss in Bettlach. Dort trafen die
Solothurner auf die Oberwil Rebells. Der Ausgang dieser Partie war entscheidend dafür,
gegen wen die Belper in den Playoffs antreten mussten. Nun, die beiden Teams machten es
spannend und gingen zuerst in die Verlängerung und dann ins Penaltyschiessen, wo sich die
Innerschweizer durchsetzten. Damit war klar, die Skorpione würden im Viertelfinal auf die
Wale treffen. Da die Partie im Kanton Solothurn am Vormittag gespielt wurde, die Berner
aber erst am Nachmittag auf Horgen trafen, hatte diese Partie für das Schlussklassement
keinerlei Bedeutung mehr. Trotzdem, es war das letzte Spiel vor den Playoffs und nach dem
Intermezzo Romande mussten die Gürbetaler unter Beweis stellen, dass sie rasch wieder
auf einen bedeutend stärkeren Gegner fokussieren können. Nun, diesen Beweis blieben die
Belper am letzten Sonntagnachmittag schuldig.
Die Absenzenliste der Berner war recht lang. Es fehlten Luan Freiburghaus, Marco
Grossenbacher, Joshua Jordi, Moritz Schär, Levi Steck und Lino Weiss.
Am vergangenen Wochenende kehrte der Winter zu einer – hoffentlich letzten – Stippvisite
zurück. Auf den Hügelketten, die den Zürichsee einrahmen, lag Schnee. Ein kleiner
Schneehaufen beim Ende der Spielerbank legte die Vermutung nahe, dass am Vormittag
wohl auch in Horgen selbst etwas von dem im März in tiefen Lagen nicht mehr unbedingt
erwünschten weissen Zeugs lag.
Für die Gürbetaler war die Partie im Züribiet die Hauptprobe für die Playoffs. Das schnelle
offensive Passspiel sollte forciert, das Forechecking perfektioniert und die Defensivarbeit
optimiert werden. Und ganz zu Beginn der Partie sah es so aus, als würden die Pläne der
Gäste aufgehen. Nach knapp zehn Sekunden erzwangen die Berner ein Offensivbully. Die
Hammers standen unter Druck. Doch das erwies sich lediglich als Momentaufnahme, als
eine kurzlebige Fata Morgana hoch über dem Zürisee. Nach spätestens einer Minute zeigte
sich, dass die Skorpione gedanklich noch in den Spielen gegen Martigny und La Chaux-de-
Fonds waren. Sie agierten nonchalant und ohne den letzten Einsatz. Die Platzherren
nahmen diese vornehme Belper Zurückhaltung dankend an und gingen in der dritten
Spielminute durch Tobia Leuthold mit 1:0 in Führung. Die Hintermannschaft der Gürbetaler
sah dabei ziemlich alt aus. Die Berner, allen voran die Paradelinie mit Levy Greven, Micha
Steck und Jon Bucher, suchten sofort den Ausgleich. Sie kamen dabei mehrfach gefährlich
vor das Tor der Platzherren. Aber sobald ein Zürcher den Ball erobert hatte, wirkten die
Berner seltsam träge. Die Flügel der Hammers wurden meist nur ungenügend gedeckt; in
vielen Fällen traf der Begriff «aus der Ferne beobachtet» perfekt auf das Verhalten der
Gästespieler zu. Dies ermöglichte es den Horgenern immer wieder, ihre schnellen
Gegenstösse vorzutragen und mehrfach gefährlich vor Luca Schmid aufzutauchen. Der liess
jedoch vorläufig keinen weiteren Gegentreffer zu. War ein Angriff der Platzherren einmal
gescheitert, zogen sie sich auf die blaue Linie zurück und machten die Räume eng. Die
Gürbetaler Stürmer liefen, wie einer solchen Aufstellung zwingend nötig, nicht in die eigene
Zone zurück, um den Ball zu holen und Lücken in die Zürcher Abwehrkette zu reissen,
sondern warteten auf die pinke Kugel, die dann meist den Weg gar nicht bis zu ihnen fand.
Es war schliesslich Levy Greven, der in der siebten Spielminute den Ausgleichstreffer
erzielte. Eine knappe Minute später traf Levy Greven auf Zuspiel von Joey Kreienbühl zur
erstmaligen Belper Führung. Wer gehofft, hatte, die Berner würden nun ihre Trägheit ablegen
sah sich getäuscht. Die Gürbetaler waren nicht in der Lage, ihre Spielweise zu ändern. Die
Platzherren konnten erneut von grossen Löchern in der Belper Abwehr und von eher
langsam zurücklaufenden Gästespielern profitieren. In der 10. Spielminute glich Jul Leuthold
die Partie aus und in der 12. Spielminute brachte Luc Perino seine Farben erneut in
Führung. Dass die Führung der Hammers zu diesem Zeitpunkt nicht höher ausfiel, lag primär
am Belper Torhüter Schmid. In der 13. Spielminute wies der Zürcher Block an der blauen
Linie für einmal eine klaffende Lücke auf. Tobias Zoss erspähte diese und lancierte mit einem
langen Ball Steck der in den freien Raum lief, den Ball annahm und Dylan Muntwiler im Tor
der Hammers zum erneuten Ausgleich bezwang. Kurz vor der Pause brachte Steck auf
Zuspiel von Kreienbühl die Gürbetaler sogar in Führung. Mit diesem aus Belper Sicht recht
schmeichelhaften Vorsprung gingen die beiden Teams in die erste Pause.
Zu Beginn des Mittelabschnitts dasselbe Bild. Die Belper bleiben vor allem defensiv weit
hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Folge war der erneute Ausgleich durch Perino in der
17. Spielminute. In der 24. Spielminute musste Niklas Bosshard nach einer unübersichtlichen
Situation für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Gelegenheit für die Hammers, erneut in
Führung zu gehen. Die Überzahlformation der Platzherren erwies sich als eher ungefährlich.
Die Belper Box konnte einen weiteren Treffer problemlos verhindern. Ja, es sollte noch
besser kommen. Kaum waren die Gürbetaler wieder komplett, fing Levy Greven an der
eigenen blauen Linie einen Querpass der Zürcher ab, zog übers ganze Feld und bezwang
Muntwiler zur erneuten Belper Führung. In der 30. Spielminute zeigte sich dann, dass auch
die Abwehr der Zürcher alles andere als sattelfest war. Die Skorpione hatten sich in der
Angriffszone festgesetzt. Levy Greven bedient den ungenügend gedeckten Steck der sofort
schoss. Der Ball prallte von Muntwiler an den Schuh von Jon Bucher und von dort zum 6:4
ins Tor der Zürcher. Alles in allem war das Belper Spiel im Mittelabschnitt etwas stärker als
im Startabschnitt, die Führung war aber weiterhin glücklich.
Das dritte Drittel war nur wenige Sekunden alt, als Steck ein Anspiel in der Offensivzone
gewann und den Ball auf Levy Greven zurücklegte. Dieser fackelte nicht lange und schoss
die Berner mit 7:4 in Führung. War das die Entscheidung? Nein, denn die Belper leisteten
sich weiterhin zu viele Fehler. Ein solcher ermöglichte es Tim Hrnek in der 32. Spielminute
die Platzherren wieder auf zwei Tore heranzubringen. Mit zunehmender Dauer wurde die
Partie nun ruppiger. Die Zürcher versuchten die Berner zu Strafen zu provozieren, was ihnen
nicht gelang. Im Gegenteil, in der 39. Spielminute musste Tero Loretz auf der Strafbank Platz
nehmen. Das Überzahlspiel der Gäste war wie der ganze Auftritt des Teams an diesem Tag,
harzig. Ein weiterer Belper-Treffer, der wohl die Partie entschieden hätte, fiel nicht. In der 43.
Spielminute ersetzten die Hammers Muntwiler durch einen sechsten Feldspieler. Vorerst
brachte diese Massnahme den Zürchern aber keinen zählbaren Erfolg. Dies änderte sich in
der 45. Spielminute. Ein Schuss von Cyrill Andermatt flog am Tor vorbei, prallte an der Bande
hinter Schmid ab und kam auf der anderen Seite des Belper Gehäuses wieder zum
Vorschein. Da die Gürbetaler zu sehr auf den Schützen fokussiert waren, reagierte Vincent
Allouche am schnellsten und erzielte nach 44:16 den Anschlusstreffer. Dabei blieb es. Die
Skorpione behaupteten den knappen Sieg in den letzten Sekunden ohne nennenswerte
Zwischenfälle.
Der Auftritt im Kanton Zürich zählt sicher nicht zu den Glanzlichtern der Gürbetaler in der
Saison 2025/26. Abgesehen von den drei Punkten gibt es wenig Positives von dieser Playoff-
Hauptprobe zu berichten. Immerhin, die Berner dürften jetzt wissen, dass es eine deutliche
Leistungssteigerung braucht, um die Viertelfinals zu überstehen.
Mit dem Spiel in Horgen endete die Qualifikation der diesjährigen U18 Meisterschaft. Es war
eine der spannendsten und ausgeglichensten Meisterschaften seit Jahren. Nicht weniger als
sechs Teams waren praktisch gleich stark. Zwar liegt Bonstetten neun Punkte vor den
zweitplatzierten Bulldozern, aber so viel stärker waren die Säuliämtler nicht. Rang zwei und
Rang fünf, auf dem die Skorpione liegen, trennen lediglich drei Punkte. Neun Punkte
dahinter liegt der SHC Bettlach. Wobei für die Solothurner dasselbe gilt wie für Bonstetten,
der Abstand ist zu gross und widerspiegelt die Realität nicht. Die Hammers auf Rang sieben
haben sich im Verlauf der Saison deutlich gesteigert. Mit ihnen wird nächstes Jahr auf den
vorderen Plätzen zu rechnen sein.
Für Hochspannung in den Playoffs ist also gesorgt. Nun gut, wahrscheinlich nicht in der
Serie zwischen Bonstetten und Martigny, auch bei den Bulldozers gegen die Hammers
scheint alles klar zu sein. Hingegen ist die Serie zwischen Oberwil und Bettlach völlig offen.
Dies zeigt auch das Resultat der Partie vom vergangenen Sonntag.
Die Skorpione treffen im ältesten Derby, das es im Schweizer Streethockey gibt, auf die
Wale. Auch diese Serie dürfte von der ersten bis zur letzten Minute spannend sein. Die erste
Partie finden am kommenden Samstag, dem 21. März um 10:30 in Grenchen statt, die
zweite am Tag darauf, am Sonntag, dem 22. März um 10:30 in Belp. Gleich anschliessend,
um 14:00 Uhr, wird das Fanionteam der Gürbetaler sein zweites Playoff-Viertelfinalspiel
gegen die Rebells bestreiten. Für grossartigen Sport ist am kommenden Sonntag in Belp
also gesorgt.
Christoph Curchod, 17.03.2026