Damen - Saisonspiel Nr. 12

SHC Belpa Damen vs. SHC Valais Féminin

Frühmorgens, irgendwo zwischen Kaffeedurst und Bettwärme, machte sich ein arg dezimiertes Kader der SHC Belpa Damen auf den Weg ins Wallis – genauer gesagt nach Dorénaz. Mit dabei: gute Laune, viel Motivation und ungefähr halb so viele Spielerinnen wie die Gegnerinnen. Optimale Voraussetzungen also… oder so ähnlich.

Vor Ort angekommen, wartete bereits das erste Highlight: die Garderobe in der Zivilschutzanlage. Duftnote: schwer definierbar. Temperatur: sagen wir mal frostig. Auch die Spielstätte selbst präsentierte sich eher im Retro-Look – rissiger Teer, unebener Untergrund und Holzbanden mit Splitterpotenzial. Kurz gesagt: nichts für Feinschmeckerinnen, aber perfekt für echte Kämpferinnen.

Pünktlich um 10:30 Uhr ging’s los – und die Belperinnen sorgten gleich für die erste Überraschung. In der 7. Minute netzte Nadja Leuenberger zum 0:1 ein und liess das deutlich grössere Heimteam kurz innehalten. Damit hatten die Walliserinnen wohl nicht gerechnet. Das erste Drittel blieb ausgeglichen, aber mit dem besseren Ende für Belpa.

Nach der Pause doppelte Martina Müller nach und erhöhte auf 0:2 – die Sensation lag in der Luft. Doch Valais reagierte prompt mit dem Anschlusstreffer und schaffte noch vor Ende des zweiten Drittels den Ausgleich. Alles wieder offen, alles weiterhin auf Augenhöhe.

Im letzten Drittel wurde es dann – wenig überraschend – zur Frage der Kräfte. Mit nur zwei Auswechselspielerinnen kämpften die Belperinnen tapfer gegen schwindende Energie und schwere Beine. Dennoch gelang erneut ein Highlight: Nadja Leuenberger verwertete einen Bully-Pass von Martina Müller per sehenswertem One-Timer zur erneuten Führung (2:3). Ein echtes Traumtor!



Doch danach zollte das kleine Kader endgültig Tribut. Valais nutzte die schwindenden Kräfte und erzielte noch vier Treffer. Endstand: eine Niederlage für die Scorpions – aber eine, die sich irgendwie nicht ganz so anfühlt.
Nach dem Schlusspfiff versammelte sich das gesamte Team inklusive Coach, Betreuerin und verletzungsbedingte Flaschenträger-Fotografin vor dem Tor. Trotz Niederlage überwog der Stolz: auf den Einsatz und den unerschütterlichen Teamgeist.

Fazit: Ein Spiel, das zeigt, dass man auch mit sechs Feldspielerinnen, viel Herz und einer Prise Humor bestehen kann. Trotzdem wäre es für die kommenden Playoff-Halbfinals gegen die Horgenberg Hammers schön, wenn die Belperinnen nicht wieder im Minimalmodus antreten müssten. 
Ein langer Tag, viele Lacher und ein Team, das definitiv mehr war als die Summe seiner (wenigen) Teile. 
Katja Schürch
Manuela Grossenbacher, 23.03.2026

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