News, Saison 2009/2010

Junioren C: Nicht überzeugt, aber trotzdem vier Punkte gewonnen

Am letzten Samstag stand in Kernenried das erste Junioren C-Turnier des neuen Jahres auf dem Programm. Belp konnte komplett antreten, blieb jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Zuerst die Festtage und dann der Schnee waren dafür verantwortlich, dass die Belper C-Junioren über einen Monat lang kein Stocktraining mehr absolviert hatten. Dies sah man dem Spiel der Belper denn auch an. Oft fehlte den Pässen die nötige Kraft und Präzision und mit dem Zurücklaufen (Backchecking) klappte es auch nicht immer.

Trotzdem, das Turnier begann erfolgversprechend. Gegen die Gastgeber aus Kernenried führten die Belper nach wenigen Minuten dank zwei Treffern von Roger Stettler schon mit 2:0. Die Gürbetaler drückten weiter aufs Tor der Bulldozers, trafen aber – wenn überhaupt – nur den Pfosten, diesen aber gleich fünf- oder sechsmal; irgendwie war in der Offensive der Wurm drin.

Insbesondere in der zweiten Spielhälfte liessen die Belper den Platzherren zuweilen etwas gar viel freien Raum, so dass sich Kernenried einige vielversprechende Torchancen erarbeiten konnten. Nick Leuenberger hielt jedoch alles, was auf sein Tor abgefeuert wurde und so geriet der Belper Sieg nie ernsthaft in Gefahr.

Im zweiten Spiel hiess der Gegner Oberwil. Irgendwie schien es, als würden die Gürbetaler die Zuger nicht ganz ernst nehmen. Es wurde zu wenig Laufarbeit verrichtet und die Pässe waren meist zu langsam und zu unpräzis, da sie oft mit der Rückhand gespielt wurden. Zudem taten sich die Belper erneut schwer damit, das Tor zu treffen. Es brauchte schon eine Strafe gegen die Rebells, damit die Gürbetaler in Führung gehen konnten. Florian Bohnenblust bezwang den Zuger Schlussmann mit einem beherzten Weitschuss. Kurz danach erhöhte Roger Stettler auf 2:0. Dann war wieder der Wurm drin im Spiel der Gürbetaler. Lag es daran, dass man einen Monat nicht hatte trainieren können, lag es daran, dass jeder noch seinen ganz persönlichen Treffer erzielen wollte? Auf jeden Fall glichen die Belper in der folgenden Zeit mehr einem Hühnerhaufen, als einer organisierten Streethockeymannschaft. Nachdem die Rebells in der zweiten Spielhälfte den Anschlusstreffer erzielen konnten, agierten die Gürbetaler wieder etwas zielstrebiger. Alex Zürcher, Florian Bohnenblust und Tim Jaberg brachten die Belper mit 5:1 in Führung. Danach zerfiel das Spiel wieder, was es den Zugern ermöglichte, einen zweiten Treffer zu erzielen.

Im letzten Spiel galt es den mit Abstand stärksten Gegner, den SHC Bettlach, zu überwinden. Die Belper waren sich bewusst, dass sie hier nur mit vollem Einsatz zum Erfolg kommen konnten. Es entwickelte sich ein intensives Junioren C Spiel. Da Bettlach nur mit sechs Feldspielern angetreten war, agierte Belp zuerst mit einer eher defensiven ausgerichteten Manndeckung, um die Solothurner zu möglichst viel Laufarbeit zu zwingen und sie so zu ermüden. Die Belper standen nun gut und verteidigten die Zone vor Nick Leuenberger erfolgreich. So machten etwa Remo Signer, Manuel Hämmerli, Marc Bruni und Luca Tomasi die Räume für die Bettlacher so eng, dass diese letzten Endes den Ball verloren und Luca Tomasi alleine auf Dean Brodard im Tor der Solothurner ziehen konnte und nur knapp scheiterte. In einem Spiel gegen einen hochstehenden Gegner ist es oft so, dass ein einzelner Fehler bereits zu einem Gegentreffer führen kann. Und so war es denn auch im Spiel gegen die Bettlacher. Bei einem Angriff der Solothurner fanden die Belper ihre Gegenspieler nicht und die Verteidigung wurde löchrig. Bettlach liess sich nicht zweimal bitten und ging mit 1:0 in Führung. Je länger das Spiel dauerte desto besser kamen die Gürbetaler ins Spiel. Der ermüdete Gegner wurde nun oft schon in der eigenen Hälfte unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Leider scheiterten die Belper aber immer wieder am Solothurner Schlussmann oder agierten zu umständlich, um einen Treffer zu erzielen. Eine Sekunde vor Spielende gelang den Bettlachern schliesslich noch das zweite Tor.

Das Turnier in Kernenried hat einmal mehr gezeigt, dass Bettlach mit Abstand der stärkste Gegner ist. Will man die Solothurner schlagen, so müssen die Pässe stärker und präziser gespielt werden und die Schüsse schneller und möglichst ansatzlos erfolgen. Die Zeit bis zum Finalturnier ist relativ knapp bemessen, aber in den restlichen Trainings und Turnieren sollte es eigentlich möglich sein, die notwendigen Fortschritte zu erzielen.

© SHC Belpa 1107