Junioren C: Das Fähnlein der sechs Aufrechten
Das Junioren C Turnier in Bettlach stand für Belp unter einem schlechten Stern. Gleich drei Spieler lagen zu hause krank im Bett. Keine gute Ausgangslage bei einem Kader von nur neuen Spielern.
cc. Zu Beginn des
Turniers standen die Gürbetaler dem SHC Bettlach gegenüber, dem
aktuellen Leader der Junioren C. Mit nur gerade einem
Auswechselspieler gegen Bettlach zu punkten war ein schwieriges, wenn
gar nicht ein hoffnungsloses Unterfangen. Die fünf Belper rannten,
kämpften und gestalteten das Spiel in den Anfangsminuten
ausgeglichen. Aber während die Solothurner regelmässig wechseln
konnten, wurden die Beine der Belper schwerer und schwerer. Und in
der siebten Minute war es dann soweit, Bettlach ging mit 1:0 in
Führung. Die Gäste hielten weiter wacker dagegen und mussten den
Platzherren in der ersten Hälfte nur noch einen weiteren Treffer
zugestehen. In der zweiten Spielhälfte zollten die Gürbetaler dem
zunehmenden Kräfteverschleiss Tribut. Mit vier weiteren Toren kamen
die Solothurner zu einem klaren 6:0 Sieg. Die Belper kämpften bis
zum Schluss und erarbeiteten sich auch Torchancen, hatten den Ball
aber nicht hinter dem Schlussmann der Bettlacher versenken können.
Im zweiten
Spiel trafen die Gürbetaler auf die Oberwil Rebells. Ein Gegner den
man mit einem breiteren Kader problemlos schlagen könnte, aber mit
sechs Mann? Es fing nicht schlecht an. Das Spiel war kaum eine Minute
alt, als Marc Bruni den Zuger Schlussmann mit einem Flachschuss
zwischen den Beinen erwischte. Belp war in der Folge die bessere
Mannschaft und tauchte wiederholt vor dem Tor der Rebells auf. Doch
fehlte vor dem Oberwiler Gehäuse dann die Kraft, um den Ball noch
einzuschieben. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr
wurden die Gürbetaler in die Defensive zurück gedrängt. Doch die
Belper wehrten sich geschickt. Die Zuger Stürmer blieben immer
wieder am souverän agierenden Tim Jaberg hängen. Und wenn sie es
doch einmal schafften, die Belper Verteidigung zu überwinden, dann
stand da noch Nick Leuenberger zwischen den Pfosten. Hatte er im
Startspiel noch den einen oder anderen Patzer, so agierte er gegen
die Rebells mit derselben Sicherheit, wie Jérôme Weber am Vortag
gegen die erste Mannschaft der Oberwiler. Einige Sekunden vor dem
Ende der ersten Halbzeit gelang den Zugern doch noch der viel
umjubelte Ausgleichstreffer. Würden die Belper noch in der Lage
sein, zu reagieren, oder waren die Energiereserven schon
aufgebraucht? Mit neuer Kraft, geschicktem Verteidigen und raschen
Kontern kontrollierten die Gürbetaler die Auftaktminuten der zweiten
Halbzeit. Roger Stettler brachte die Belper mit 2:1 in Führung.
Manuel Hämmerli erhöhte bald darauf auf 3:1. Als die Kräfte
langsam zur Neige gingen, zogen sich die Berner zusehends in ihre
Platzhälfte zurück. Aber sie taten dies, ohne die Abwehrarbeit z
vernachlässigen. Tim Jaberg und Roger Stettler erkämpften sich
immer wieder die Bälle vor dem Belper Tor und schlugen sie an den
Zugern vorbei ins Icing. Die drei anderen Belper allen voran der
quirlige, furchtlos einsteigende Luca Tomasi verunmöglichten es den
Innerschweizern, ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Belp gewann dank
einer ausgezeichneten Mannschaftsleistung das Spiel verdient mit 3:1.
Damit war
aber das Turnier noch nicht zu Ende. Nach einem kurzen Intermezzo –
St. Nikolaus hatte kurz vorbei geschaut und die Spieler der vier
anwesenden Teams reich beschenkt – trafen die Gürbetaler im
letzten Spiel des Tages auf die Bulldozers aus Kernenried. Zwar
dauert ein Junioren C Spiel nur 2 x 13 Minuten, aber sechsmal 13
ergibt 78. Insgesamt standen die Jungs also länger auf dem Spielfeld
als am Vortag die Spieler der Nationalliga A Mannschaft. Würden die
Kräfte reichen, um gegen die Rieder zu punkten. Nun, zu Spielbeginn
sah es nicht allzu schlecht aus. Manuel Hämmerli brauchte die
Gürbetaler schon bald einmal in Führung. Auch danach erarbeiteten
sich die Belper weitere Chancen, konnten diese aber nicht verwerten.
Und wieder liessen die Kräfte nach, man beschränkte sich zunehmend
auf die Abwehrarbeit. Doch darin hatten die Gürbetaler nun reichlich
Erfahrung sammeln können. Manchmal abwechselnd, oft auch gemeinsam
räumten Tim, Roger, Marc, Manuel und Luca vor dem Belper Tor auf.
Die knappe Führung konnte in die Pause gerettet werden. In den
letzten 13 Minuten sah man den Spielern an, dass die Batterien
aufgebraucht waren. Sie kämpften zwar mit vollem Einsatz, aber die
Konzentration liess langsam nach. Dazu kamen noch zwei Strafen. Das
erste Powerplay der Bulldozers konnte noch abgewehrt werden. Im
zweiten waren die Kernenrieder dann erfolgreich und erzielten den
verdienten Ausgleich. Nun begann ein eigentlicher Sturmlauf auf das
Belper Tor. Zunehmen gelang es den Bulldozers, die Belper
Verteidigung zu überwinden. Nur weiter kamen sie nicht; denn Nick
Leuenberger entschärfte alles, was auf sein Tor kam. Es waren
mehrere Big Safes nötig, um den Gürbetalern den Punkt zu retten.
Belp blieb jedoch bis zum Schluss gefährlich und so waren es auch
die Belper, die sich die letzte Grosschance des Spiels erarbeiteten.
Diese blieb ungenutzt. Am Ende trennten sich die beiden Teams mit
einem für Belp vielleicht etwas glücklichen, aber aufgrund der
kämpferischen Leistung hochverdienten Unentschieden.
Drei Punkte
mit gerade einmal sechs Spielern, das ist ein Erfolg der nur dank dem
Leistungswillen der Spieler erreicht werden konnte. Trotzdem, die
Junioren C des SHC Belp brauchen dringend ein paar zusätzliche
Spieler.