News, Saison 2009/2010

Junioren C: Das Fähnlein der sechs Aufrechten

Das Junioren C Turnier in Bettlach stand für Belp unter einem schlechten Stern. Gleich drei Spieler lagen zu hause krank im Bett. Keine gute Ausgangslage bei einem Kader von nur neuen Spielern.

cc. Zu Beginn des Turniers standen die Gürbetaler dem SHC Bettlach gegenüber, dem aktuellen Leader der Junioren C. Mit nur gerade einem Auswechselspieler gegen Bettlach zu punkten war ein schwieriges, wenn gar nicht ein hoffnungsloses Unterfangen. Die fünf Belper rannten, kämpften und gestalteten das Spiel in den Anfangsminuten ausgeglichen. Aber während die Solothurner regelmässig wechseln konnten, wurden die Beine der Belper schwerer und schwerer. Und in der siebten Minute war es dann soweit, Bettlach ging mit 1:0 in Führung. Die Gäste hielten weiter wacker dagegen und mussten den Platzherren in der ersten Hälfte nur noch einen weiteren Treffer zugestehen. In der zweiten Spielhälfte zollten die Gürbetaler dem zunehmenden Kräfteverschleiss Tribut. Mit vier weiteren Toren kamen die Solothurner zu einem klaren 6:0 Sieg. Die Belper kämpften bis zum Schluss und erarbeiteten sich auch Torchancen, hatten den Ball aber nicht hinter dem Schlussmann der Bettlacher versenken können.

Im zweiten Spiel trafen die Gürbetaler auf die Oberwil Rebells. Ein Gegner den man mit einem breiteren Kader problemlos schlagen könnte, aber mit sechs Mann? Es fing nicht schlecht an. Das Spiel war kaum eine Minute alt, als Marc Bruni den Zuger Schlussmann mit einem Flachschuss zwischen den Beinen erwischte. Belp war in der Folge die bessere Mannschaft und tauchte wiederholt vor dem Tor der Rebells auf. Doch fehlte vor dem Oberwiler Gehäuse dann die Kraft, um den Ball noch einzuschieben. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr wurden die Gürbetaler in die Defensive zurück gedrängt. Doch die Belper wehrten sich geschickt. Die Zuger Stürmer blieben immer wieder am souverän agierenden Tim Jaberg hängen. Und wenn sie es doch einmal schafften, die Belper Verteidigung zu überwinden, dann stand da noch Nick Leuenberger zwischen den Pfosten. Hatte er im Startspiel noch den einen oder anderen Patzer, so agierte er gegen die Rebells mit derselben Sicherheit, wie Jérôme Weber am Vortag gegen die erste Mannschaft der Oberwiler. Einige Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit gelang den Zugern doch noch der viel umjubelte Ausgleichstreffer. Würden die Belper noch in der Lage sein, zu reagieren, oder waren die Energiereserven schon aufgebraucht? Mit neuer Kraft, geschicktem Verteidigen und raschen Kontern kontrollierten die Gürbetaler die Auftaktminuten der zweiten Halbzeit. Roger Stettler brachte die Belper mit 2:1 in Führung. Manuel Hämmerli erhöhte bald darauf auf 3:1. Als die Kräfte langsam zur Neige gingen, zogen sich die Berner zusehends in ihre Platzhälfte zurück. Aber sie taten dies, ohne die Abwehrarbeit z vernachlässigen. Tim Jaberg und Roger Stettler erkämpften sich immer wieder die Bälle vor dem Belper Tor und schlugen sie an den Zugern vorbei ins Icing. Die drei anderen Belper allen voran der quirlige, furchtlos einsteigende Luca Tomasi verunmöglichten es den Innerschweizern, ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Belp gewann dank einer ausgezeichneten Mannschaftsleistung das Spiel verdient mit 3:1.

Damit war aber das Turnier noch nicht zu Ende. Nach einem kurzen Intermezzo – St. Nikolaus hatte kurz vorbei geschaut und die Spieler der vier anwesenden Teams reich beschenkt – trafen die Gürbetaler im letzten Spiel des Tages auf die Bulldozers aus Kernenried. Zwar dauert ein Junioren C Spiel nur 2 x 13 Minuten, aber sechsmal 13 ergibt 78. Insgesamt standen die Jungs also länger auf dem Spielfeld als am Vortag die Spieler der Nationalliga A Mannschaft. Würden die Kräfte reichen, um gegen die Rieder zu punkten. Nun, zu Spielbeginn sah es nicht allzu schlecht aus. Manuel Hämmerli brauchte die Gürbetaler schon bald einmal in Führung. Auch danach erarbeiteten sich die Belper weitere Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Und wieder liessen die Kräfte nach, man beschränkte sich zunehmend auf die Abwehrarbeit. Doch darin hatten die Gürbetaler nun reichlich Erfahrung sammeln können. Manchmal abwechselnd, oft auch gemeinsam räumten Tim, Roger, Marc, Manuel und Luca vor dem Belper Tor auf. Die knappe Führung konnte in die Pause gerettet werden. In den letzten 13 Minuten sah man den Spielern an, dass die Batterien aufgebraucht waren. Sie kämpften zwar mit vollem Einsatz, aber die Konzentration liess langsam nach. Dazu kamen noch zwei Strafen. Das erste Powerplay der Bulldozers konnte noch abgewehrt werden. Im zweiten waren die Kernenrieder dann erfolgreich und erzielten den verdienten Ausgleich. Nun begann ein eigentlicher Sturmlauf auf das Belper Tor. Zunehmen gelang es den Bulldozers, die Belper Verteidigung zu überwinden. Nur weiter kamen sie nicht; denn Nick Leuenberger entschärfte alles, was auf sein Tor kam. Es waren mehrere Big Safes nötig, um den Gürbetalern den Punkt zu retten. Belp blieb jedoch bis zum Schluss gefährlich und so waren es auch die Belper, die sich die letzte Grosschance des Spiels erarbeiteten. Diese blieb ungenutzt. Am Ende trennten sich die beiden Teams mit einem für Belp vielleicht etwas glücklichen, aber aufgrund der kämpferischen Leistung hochverdienten Unentschieden.

Drei Punkte mit gerade einmal sechs Spielern, das ist ein Erfolg der nur dank dem Leistungswillen der Spieler erreicht werden konnte. Trotzdem, die Junioren C des SHC Belp brauchen dringend ein paar zusätzliche Spieler.

© SHC Belpa 1107